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Siedlergemeinschaft Neutraubling beim Fischerhof Schießl

11.12.2017

Am 30.9. startete die Siedlergemeinschaft zu einer herbstlichen Besichtigungstour zu einem der großen Teichwirte der Oberpfalz. Dort traf sie sich mit ihrem Patenverein aus Eslarn.

In Asbach bei Schwarzenfeld unterhält die Familie Schießl nun in der vierten Generation einen Fischzuchtbetrieb mit ca. 70 HA Wasserfläche. Der Urgroßvater von Johannes Schießl – Georg Schießl – erwarb 1933 die Teiche des Grafen von Holnstein und vererbte diese später an seine 3 Söhne. Neben Partyservice und Betrieb der Blockhütte, die ausschließlich geschlossenen Gruppen zur Verfügung steht, steht die naturnahe Zucht von Karpfen an erster Stelle. Auf Wunsch lebend, küchenfertig oder filetiert werden die Fische auf direktem Weg vermarktet.

Nach einem schmackhaften Mittagsbuffet mit Forellen, Karpfen und Zander wanderte die Gruppe zu den Fischweihern in der Nähe und Johannes Schießl erklärte das Arbeitsjahr des Teichwirtes, sowie auch die Mutationen des Karpfens im Laufe der letzten Jahrhunderte. Schießl legt besonderen Wert auf die Güte des Fisches, der durch bestes Fischwasser mit artgerechtem Besatz, natürlichen Futtermitteln ohne Antibiotika oder chemischen Hilfsmitteln garantiert wird. Leider hatten sich viele Feinde in den letzten Jahren angesiedelt, wie beispielsweise Kormoran und Reiher. Kormorane sind intelligente Vögel, die wahre strategische Treibjagden veranstalten. Der Schwarm sendet vor der Jagd Kundschafter aus, die erst auf Gefahren und Jagderfolg achten. Erst wenn die Kundschafter zurückkommen, fällt der Schwarm auf dem Weiher ein. Sie treiben Fische in Ecken und ernten regelrecht ab. Den Teichwirten unverständlich ist, dass diese Fischfeinde geschützt sind und in Ruhe Teiche abfischen können.

Nach dieser Teichwanderung bei schönstem Herbstwetter ging es per Bus durch die ehemaligen Braunkohlereviere. Schießl berichtete, wie es vor der Auflassung der Braunkohlegruben und dem ehemaligen WAA-Gelände aussah und wie die Renaturierung vor sich ging, welche Fehler auch gemacht wurden. Langsam holt sich aber die Natur die Landschaft zurück und nichts erinnert mehr an Kohle. Viele Firmen, wie z. B.: BMW, haben sich in dem Revier nun angesiedelt.

Nach dieser Tour ging es wieder zur Blockhütte zu Kaffee und Kuchen. Bei Musik und gemütlichem Beisammensein ging der Tag zu Ende.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Siedlergemeinschaft Neutraubling beim Fischerhof Schießl